Das Leben der Anderen

Unser fünfter Film war das Stasi-Drama “Das Leben der Anderen” des Regisseurs Florian Heckel von Donnersmarck aus dem Jahr 2006. Die Haupthandlung spielt in Ostberlin während der letzen Jahre der DDR.

Georg Dreyman, ein hochgelobter Dramatiker, gerät in das Visier der Staatssicherheit, da seine Lebesgefährtin, die Schauspielerin Christa-Maria Sieland, die Geliebte des Kulturministers Bruno Hempf ist. Dreyman ist Hempf ein Dorn in Auge, weswegen letzterer den von Stasi-Hauptmann Wiesler vorgebrachten Bedenken hinsichtlich der Person Dreymans Gewicht verleiht. In der Folge verwanzt Wiesler die Wohnung des Zielobjekts und richtet eine Abhörstation im Dachgeschoss ein. Das Verhältnis zwischen Sieland und Hempf bleibt dem systemtreuen Akribiker Wiesel bei seinen Observationen nicht verborgen. Er wird von seinem Vorgesetzten Grubitz angewiesen, nichts über den Minister zu sammeln. Die Sonderbehandlung des Ministers, als auch die Verfolgung  offensichtlicher Privatinteressen desselben, beim Kampf gegen die Feinde des Sozialismus desillusionieren Wiesler. Durch die Teilhabe am Leben der beiden Künstler entwickelt er immer stärkere Selbstzweifel, welche dazu führen, das er menschlicher wird, seine Berichte mit Belanglosigkeiten füllt und Dreyman von der Affäre Sielands erfahren lässt. Auch auf Sieland nimmt erEinfluss, was diese veranlasst, den Minister zurückzuweisen. Dieser veranlasst Sieland zu verhören, was dazu führt, dass sie Dreyman als Autor eines systemkritischen Artikels im westdeutschen Magazin “Der Spiegel” identifiziert und sich als IM anwerben lässt. Als die Durchsuchung von Dreymans Wohnung keine Beweise zutage fördert, wird der inzwischen selbst der Illoyalität verdächtige Wiesel auf die Probe gestellt, indem er das erneute Verhör der Sieland durchführen soll. Erfolgreich wie gewohnt, bringt der Verhörexperte das Versteck der Schreibmaschine, auf welcher der Artikel verfasst wurde, in Erfahrung. Sein Vorgesetzter Grubitz nimmt die anschliessende Wohnungsdurchsuchung selbst vor, doch Wiesel kommt ihm zuvor und entwendet die Schreibmaschine. Sieland stürmt während der Durchsuchung aus der Wohnung und wird von einem LKW tödlich erfasst. Grubitz, in seinem Verdacht bestätigt, lässt Wiesel nach der gescheiterten Aktion zur Briefüberwachung versetzen. Nach der Wende erfährt Dreyman von Hempf, dass er unterÜberwachung stand. Er lässt sich daraufhin Akteneinsicht geben, was ihm ermöglicht, Wiesler zu indentifizieren. Er will Kontakt mit ihm aufnehmen, enscheidet sich aber anders, als er Wiesler beim Austragen von Werbeprospekten beobachtet. Zwei Jahre später bemerkt Wiesler in einem Schaufenster Dreymans neuen Roman und findet in dem Buch eine Danksagung an “HGW XX/7” – Wieslers Personenkennnummer bei der Stasi.

Mir hat der Film sehr gut gefallen, da er handwerklich gut gemacht und sehr spannend gestaltet ist. Die Schauspieler spielen ihre Rollen überzeugend. Der Film sollte allerdings nicht als Beitrag zur Geschichtsbewältigung missverstanden werden. Zu diesem Zwecke ist er zu sehr auf imaginäre Einzelschicksale fixiert, zu rührselig und abgeschlossen.

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