Männer

Unser siebter Film war Doris Dörries „Männer“, der meistgesehene deutsche Film des Jahres 1985. Die Hauptfigur Julius ist ein erfolgreicher Manager Mitte 30, er ist verheiratet, hat zwei Kinder und betrügt seine Frau. Als er an ihrem zwölften Hochzeitstag herausfindet, dass Paula ihm untreu ist, bricht für ihn eine Welt zusammen und er zieht aus. Julius spioniert Paulas Liebhaber nach, weil er wissen will, was sie an diesem findet. Letzten Endes zieht er unter dem Namen ‘Daniel’ in die Wohngemeinschaft des Liebhabers seiner Frau. Der leichtlebige Grafiker – im Selbstverständnis Künstler – Stefan ist das gerade Gegenteil von Julius. Er ist unambitioniert, lässt seine Haare wachsen und lehnt die Welt des Karrieremenschen Julius ab. Julius erkennt, dass Stefans Andersartigkeit, seine lockere Art, Paula anzieht. Als Paula Stefan besucht, stört ‘Daniel’, hinter einer Affenmaske versteckt, das romantische Frühstück der beiden, sehr zur Belustigung Paulas. Der Schwerenöter Stefan reagiert verärgert, was ihn in die Rolle des Spielverderbers bringt. Julius trimmt Stefan in der Folge zum Karrieremenschen, in der Hoffnung, dass Paula ihr Interesse an ihm verliert. Durch seine Kontakte in der Werbebranche besorgt Julius seinem Nebenbuhler eine Stelle als ‘Art Director’. Der Plan geht auf und Julius und Paula finden wieder zueinander, während Stefan ganz von seiner Karriere vereinnahmt wird. Julius kehrt zur Arbeit zurück und erfährt, dass ausgerechnet Stefan sein neuer Partner wird. Als sie einander vorgestellt werden, erkennt Stefan Daniels wahre Identität und ein letzter Streit der zwei im Paternoster der Firma endet darin, dass sich beide bis auf die Unterwäsche entkleiden. Als sie die Kollegen und Julius’ Frau, welche diesem eine Krawatte bringen will, bemerken, müssen beide lachen.

Der Film war sehr lustig und veranschaulicht auf ironische Art und Weise die eingeborene Unzufriedenheit des Menschen. Wenn man bekommt was man will, möchte man etwas anderes und so weiter. Besonders hervorgehoben werden die männliche Eitelkeit, Konkurrenzdenken, sowie die kategorische Ablehnung von Lebenseinstellungen, die nicht der eigenen entsprechen.

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